Anheften An einem Dienstagabend stand ich vor dem Kühlschrank und starrte auf ein Glas Pesto, das ich fast vergessen hätte. Draußen regnete es, und ich hatte keine Lust, noch einmal loszuziehen. Die Pilze lagen noch frisch in der Gemüseschublade, und plötzlich fiel mir ein, wie gut diese beiden Zutaten zusammenpassen könnten. Ich kochte die Pasta, briet die Pilze an, und als ich das Pesto mit der Sahne vermischte, füllte sich die Küche mit einem Duft, der mich sofort hungrig machte. Was als Notlösung begann, wurde zu einem meiner liebsten schnellen Abendessen.
Ich habe dieses Gericht zum ersten Mal für Freunde gekocht, die spontan vorbeikamen. Niemand erwartete etwas Aufwändiges, aber als ich die Pasta mit dem glänzenden Pesto und den goldenen Pilzen servierte, wurde es still am Tisch. Einer meiner Freunde meinte nur: Das sieht aus wie aus einem Kochbuch. Dabei hatte ich einfach nur das verwendet, was da war, und ein bisschen Sahne dazugegeben, um alles cremig zu machen. Seitdem koche ich es immer wieder, wenn ich Leute beeindrucken möchte, ohne stundenlang in der Küche zu stehen.
Zutaten
- Penne oder Fettuccine (350 g): Beide Formen halten die Sauce gut fest, Penne in den Rillen, Fettuccine durch ihre Breite.
- Cremini- oder Champignons (400 g, in Scheiben): Cremini haben mehr Geschmack, aber normale Champignons funktionieren genauso gut.
- Olivenöl (2 EL): Es hilft, die Pilze schön anzubraten, ohne dass sie zu schnell anbrennen.
- Knoblauch (2 Zehen, gehackt): Nur kurz anbraten, sonst wird er bitter und übertönt alles andere.
- Butter (1 EL, ungesalzen): Sie gibt den Pilzen eine zarte, nussige Note, die Olivenöl allein nicht schafft.
- Basilikumpesto (100 g): Fertig gekauftes spart Zeit, selbstgemachtes schmeckt natürlich intensiver.
- Sahne (120 ml): Sie macht die Sauce samtig und mildert die Schärfe des Pestos etwas ab.
- Parmesan (30 g, gerieben): Er bindet die Sauce und gibt ihr Tiefe, also nicht weglassen.
- Salz und schwarzer Pfeffer: Immer am Ende abschmecken, das Pesto ist oft schon salzig genug.
- Frische Basilikumblätter und extra Parmesan zum Garnieren: Das Auge isst mit, und der frische Basilikum bringt nochmal Frische.
Anleitung
- Pasta kochen:
- Bringe einen großen Topf mit gesalzenem Wasser zum Kochen und koche die Pasta nach Packungsanweisung al dente. Behalte eine halbe Tasse Nudelwasser zurück, bevor du abgießt, es rettet später die Konsistenz der Sauce.
- Pilze anbraten:
- Erhitze Olivenöl und Butter in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze, gib die Pilze hinzu und brate sie 6 bis 7 Minuten, bis sie goldbraun und weich sind. Füge den Knoblauch hinzu und lass ihn eine Minute duften, aber pass auf, dass er nicht verbrennt.
- Sauce zubereiten:
- Reduziere die Hitze, rühre Pesto und Sahne ein und vermische alles gut. Gib den geriebenen Parmesan dazu und rühre, bis die Sauce glatt und cremig wird.
- Pasta unterheben:
- Gib die abgetropfte Pasta in die Pfanne und schwenke alles gut durch. Füge nach und nach etwas Nudelwasser hinzu, bis die Sauce die perfekte cremige Konsistenz hat, und schmecke mit Salz und Pfeffer ab.
- Servieren:
- Verteile die Pasta auf Teller und garniere sie mit frischem Basilikum und extra Parmesan. Serviere sie heiß und genieße den Moment.
Anheften Es gibt diesen Moment, wenn ich die dampfende Pasta auf den Teller gebe und das Pesto in der Pfanne noch leicht zischt. Mein Partner kommt meistens in die Küche, angelockt vom Duft, und sagt jedes Mal: Das riecht so gut. Genau dann weiß ich, dass es sich gelohnt hat. Dieses Gericht ist für mich kein großer Aufwand, aber es fühlt sich an wie eine kleine Belohnung nach einem langen Tag.
Variationen und Anpassungen
Ich habe dieses Rezept schon oft abgewandelt, je nachdem, was im Kühlschrank war. Einmal habe ich Babyspinat dazugegeben, kurz bevor ich die Pasta untergehoben habe, und er ist in der warmen Sauce zusammengefallen und hat alles noch frischer gemacht. Ein anderes Mal hatte ich getrocknete Tomaten übrig und habe sie kleingeschnitten dazugegeben, das hat eine süßliche, intensive Note gebracht. Wenn du es vegan machen willst, ersetze die Sahne durch Hafersahne, den Parmesan durch Hefeflocken und achte darauf, dass dein Pesto keine Milchprodukte enthält.
Was dazu passt
Ich serviere die Pasta meistens einfach so, mit einem knackigen grünen Salat und etwas Knoblauchbrot. An Abenden, wenn ich Gäste habe, öffne ich eine Flasche Pinot Grigio oder Sauvignon Blanc, die Frische des Weins gleicht die Cremigkeit der Sauce perfekt aus. Einmal habe ich dazu geröstete Pinienkerne über die Pasta gestreut, das hat einen tollen Crunch gegeben und passt wunderbar zum Pesto.
Aufbewahrung und Reste
Reste halte ich in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank, sie halten sich etwa zwei Tage. Beim Aufwärmen gebe ich immer einen Schuss Milch oder Wasser dazu, damit die Sauce wieder cremig wird, sonst trocknet die Pasta aus. Einmal habe ich die Reste in einer Pfanne mit etwas Butter aufgewärmt, und ehrlich gesagt, hat es fast besser geschmeckt als am Vortag.
- Bewahre die Pasta in einem gut verschlossenen Behälter auf, damit sie nicht austrocknet.
- Friere sie besser nicht ein, die Sahne trennt sich beim Auftauen und die Konsistenz leidet.
- Wenn du die Pasta aufwärmst, mach es langsam bei niedriger Hitze, sonst wird sie zäh.
Anheften Dieses Gericht ist für mich wie eine warme Umarmung an einem grauen Abend. Ich hoffe, es wird auch in deiner Küche zu einem dieser Rezepte, die du immer wieder kochst, wenn du etwas Tröstliches und Leckeres brauchst.